Meditation

Meditation ist neben Psychoedukation, Skillstraining und Achtsamkeit eine weitere Teilkomponente von ABST. Meditation ist die intentionslose Wahrnehmung dessen, was in unserem Inneren geschieht: sehen, was in unserem Geist und unserem Körper vor sich geht. Dabei wird umgeschaltet vom Denken und Handeln zum Sein. Die Intentionslosigkeit besteht darin, zu üben ohne Anhaftung an das Ergebnis. Wer meditiert, muß nicht religiös oder spirituell sensibel sein. Schon gar nicht ist das eine Voraussetzung. Im Gegenzug ist die Tatsache, daß man meditiert, kompatibel mit jeder Religion und kann daher nicht zu Konflikten mit dem Glauben führen.  

Also nicht: regungslos bei Kerzenlicht im Schneidersitz verharren und die Stille genießen. Das wäre Entspannung.

In westlichen Ländern wird die Meditation auch unabhängig von religiösen Aspekten oder spirituellen Zielen zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens und im Rahmen der Psychotherapie praktiziert.

Alle Meditationstechniken können als Hilfsmittel verstanden werden, einen vom Alltagsbewusstsein unterschiedenen Bewusstseinszustand zu üben, in dem das gegenwärtige Erleben im Vordergrund steht, frei von gewohntem Denken, vor allem von Bewertungen und von der subjektiven Bedeutung der Vergangenheit (Erinnerungen) und der Zukunft (Pläne, Ängste usw.). Viele Meditationstechniken sollen helfen, einen Bewusstseinszustand zu erreichen, in dem äußerst klares hellwaches Gewahrsein und tiefste Entspannung gleichzeitig möglich sind.

Bei einer Meditation kümmert sich der Meditierende um sein Bewußtsein, die Summe aller Erfahrungen des Moments: die Gedanken, Gefühle, Bilder, Glaubenssätze, Vorstellungen. Diese Erforschung des Bewußtseins kann er nutzen zur Selbsterkenntnis und Selbstregulation.