FAQ´s

Warum sollte ich mir die nicht unerhebliche Mühe machen, Achtsamkeit zu lernen?

Achtsamkeit kann eine tief transformierende Wirkung haben. Sie kann uns in die Lage versetzen, gewöhnliche Dinge zu genießen und große Härten zu ertragen. Sie ermöglicht es, unabhängig von automatisierten Denk- und Handlungsmustern selbstbestimmt leben zu können. Das ist verbunden mit einem Umschalten vom Tun- in den Sein-Modus und einer Aufgabe mentaler Aktivitäten wie Tagträumen, Phantasien, Zukunfstgedanken, Grübeleien.

_spacer

Kann ich nicht anstatt ABST einfach MBSR (achtsamkeitsbaierte Stressreduktion nach Kabat-Zinn anwenden?

MBSR ist eine achtsamkeitsbasierte Therapiemethode der ersten Stunde. Es ist Dr. Kabat-Zinns Verdienst, Achtsamkeit in Medizin und Psychotherapie erfolgreich integriert zu haben. Seine Methode ist bei verschiedenen Erkrankungen angewandt worden. Auch bei chronisch Schmerzkranken wurden gute Resultate erzielt.

Sein Programm geht über 8 Wochen mit wöchentlichen Sitzungen von 2,5 Std., einem abschließenden ganztägigen Achtsamkeitstag und einer Nachbesprechung nach 6 Monaten. Die Kursteilnehmer müssen sich verpflichten, täglich 45 min. formal mit den CDs zu meditieren. Zusätzlich werden informelle Übungen als Hausaufgaben gegeben: achtsam waschen, essen, trinken, etc. Die Achtsamkeit umfaßt Körperübungen (Yoga), den sog. Body-Scan (eine meditative Körperreise) und Sitzmeditation. MBSR geht stillschweigend davon aus, daß unsere „ungünstigen Geisteszustände“ dem Bewußten zugänglich sind. Das ist aber nicht so. Ein (sehr großer) Teil läuft vorbewußt oder unbewußt ab. Auch dieser Tatsache muß ich gewahr sein.

Bei der Anwendung in Schmerzpraxen zeigt sich schnell, daß Kabat-Zinns Yoga-Anteile für Schmerzkranke nicht praktikabel sind, in Evaluationsbögen die Körper-Scans als zu langweilig beurteilt werden, Achtsamkeitstage häufig geschwänzt werden, Sitzmeditationen nach Kabat-Zinns Vorgehensweise schwer durchführbar sind. Die Übungszeiten sind unnötig lang bemessen. Vor allem aber: Der Edukationsteil vermittelt keine Kenntnisse über chronische Schmerzen, Skills werden überhaupt nicht vermittelt, die Meditationen nehmen Schmerzgedanken nicht zum Objekt. Es kommt zwar zu Veränderungen, der Aufwand ist aber unter Kosten- und Zeitgesichtspunkten zu gering.

Fazit: MBSR ist der Klassiker und ausgezeichnet für Gestresste. Ein Verfahren, das auf Schmerzkranke zugeschnitten werden soll, muß unabdingbar Psychoedukationsteile enthalten, in denen aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse aus der Schmerforschung vermittelt werden. Das konnte bei MBSR gar nicht sein, da die wertvollsten Erkenntnisse aus der Schmerztherapie erst lang nach Einführung von MBSR gewonnen wurden.

Unter diesen Voraussetzungen ist ABST auf die Erkrankung abgestimmt, wenig zeitaufwändig, kostengünstig und schnell umsetzbar.

_spacer

Was für einen Sinn macht es, sich wissenschaftlich mit dem Thema Achtsamkeit auseinander zu setzen? Reicht es nicht, daß Achtsamkeitspraktiken sich über Jahrtausende bewährt haben?

Die Ziele der historisch überlieferten Achtsamkeitstradition gehen über das hinaus, was mit klinisch-psychologischen Anwendungen zu erreichen versucht wird (z.b. Einsicht in die wahre Natur unseres Daseins vs. Einsicht in schmerzverstärkende Denkautomatismen). Die Achtsamkeitsforschung versucht, essentielle und nicht-essentielle Bestandteile der Achtsamkeit zu trennen, damit diejenigen Elemente beiseite gelegt werden können, die mehr oder weniger kulturelles Beiwerk sind. Etwas spitzfindig könnte man sagen, daß das Gedankensystem des historistorischen Achtsamkeitsbegriffes derbuddhistischen Psychologie entspricht und daß dann, wenn eine Bereinigung um Elemente erfolgt, die zur psychotherapeutischen Wirksamkeit nicht beitragen, der psychotherapeutische Achtsamkeitsbegriff resultiert. Um als therapeutisches Verfahren Anerkennung zu erlangen, müssen die Spielregeln für wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweise eingehalten werden.

_spacer

Muß ein Therapeut, der ABST anbieten möchte, über langjährige Meditations- und Achtsamkeitserfahrung verfügen?

Nein. Gleichwohl fällt es einem Therapeuten deutlich leichter, wenn er über Meditationserfahrung verfügt. Man muß sich auch darüber im Klaren sein, daß Meditieren nur einen Teil dieser Therapieform ausmacht. Psychoedukation, Skillstraining und Achtsamkeitstraining sind die anderen Komponenten.

Ein Therapeut, der sich dazu entschließt, muß zahlreiche Qualifikationen mitbringen: er muß langjährige Erfahrung als Therapeut haben, sowohl psychotherapeutisch als auch medizinisch solide Fertigkeiten und Kenntnisse mitbringen. Das ist oberste Prämisse. Er muß das Konzept der ABST verstanden haben und vor sich selbst und anderen vertreten können. Darüber hinaus zu fordern, daß der Therapeut langjährige Achtsamkeits- und Meditationserfahrung besitzt, ist überzogen. Unabdingbar ist die Authentizität des gut ausgebildeten Therapeuten, die seriöse Auseinandersetzung mit dem Thema.

Neben den ABST-Therapeuten gibt es auch ABST-Lehrer, die keine Therapeutenzulassung besitzen. Diese zeichnen sich durch besondere pädagogische und/oder sozialmedizinische Erfahrung aus. Die Erfahrung zeigt, daß die Lehrer ausgezeichnete Erfolge zu verzeichnen haben, was sich u.a. darin erklärt, daß sie größtenteils über Achtsamkeits- und Meditationserfahrung den Weg zu ABST gefunden haben. Es ist also nicht belanglos, ob Eigenerfahrungen vorliegen.

_spacer

Mündet akuter Schmerz bei inadäquater Behandlung zwangsläufig in der Chronifizierung?

Nein. Langere Schmerzexposition und inadäquate Behandlung sind begünstigende Faktoren. Es gibt aber auch einen natürlichen Schutz vor Chronifizierung, dessen Ausprägung individuell verschieden ist. Die Skills, die im Rahmen der ABST vermittelt werden, sind bei einigen Menschen bereits vorhanden, ebenso verfügen die Menschen über ein ganz unterschiedliches Achtsamkeits-Repertoire, das ja seinerseits einen Schutz darstellt.

_spacer

Bin ich durch Meditieren religiös oder weltanschaulich gebunden?

Nein. Ich muß weder einer bestimmten Religion angehören noch ein spiritueller Mensch sein, um von Meditation zu profitieren. Ich muß die Fähigkeit besitzen, mich einer neuen Erfahrung offen nähern, immer wieder von vorne beginnen, Leistungsgedanken ausblenden und diszipliniert  regelmäßig üben zu können. Sollte ich mich einer bestimmten religiösen Richtung zugehörig fühlen, so spielt es keine Rolle, welche ich für mich als passend bestimmt habe. Meditationspraxis läßt sich in jede Religion integrieren.

_spacer

Ist es wirklich notwendig, den klassischen Meditationssitz einzunehmen?

Sie brauchen zum Meditieren keineswegs einen Meditationssitz einzunehmen. Lassen Sie sich weder psychisch noch körperlich zu irgendeiner Haltung drängen. Schließlich soll die Meditation Ihnen u.a. zu mehr Selbstbestimmtheit verhelfen. Also übernehmen Sie nicht unreflektiert und ungeprüft. Der klassische Meditationssitz hat (für darin Geübte) zwei Vorteile:

1. er macht nicht schläfrig. Zu viel Bequemlichkeit, beispielsweise Halbliegen oder Liegen fördert die Schläfrigkeit und Sie müssen Energie, die Ihrer Meditation gut täte, für das Aufrechterhalten der Konzentration aufbringen. Asiaten sitzen auch im Alltag häufig auf hartem Untergrund in meditationsähnlicher Haltung. Das ist beim Westler anders und das Verharren in der klassischen Meditationshaltung kann schmerzhaft und gefährlich sein.

2. er ermöglicht es, in optimaler Weise völlig austariert zu sitzen. Kann man ihn orthopädisch aushalten, muß nur ein Minimum an Kraft für den Kampf mit der Schwerkraft aufgebracht werden.

Streben Sie also danach, eine für Sie persönlich passende Position zu finden, in der Sie „vollkommen in sich ruhend“ und ohne Haltungs-Korrektur eine Weile verharren können. Erfahrene Meditationslehrer verwenden häufig die Formulierung: „nehmen Sie eine möglichst würdevolle Haltung ein, in der Sie mit Leichtigkeit eine ganze Zeit ruhig und ohne sich zu bewegen verharren können. Bleiben Sie äußerlich und innerlich vollkommen … … still.“

_spacer

Dämpft Meditation meinen Ehrgeiz und kann ich durch Beschäftigung mit Meditation von der Erfolgsspur abkommen?

Es ist ein Mythos, daß Meditation den Praktizierenden vom Erfolgskurs abbringt. Gerade das Gegenteil ist der Fall: Fokussieren und Ausblenden von Unwesentlichem einerseits, Minimierung von leistungsfeindlicher Angst und psychischem Druck andererseits, ermöglichen die optimale Ausnutzung der Ressourcen. Mit wachsender Meditationserfahrung tritt ein in der Psychologie mit „Flow“ beschriebenes Phänomen totaler Absorption auf, bei dem aufgrund unabgelenkter Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit diese als ausgesprochen mühelos und vergnüglich empfunden wird. Der Betroffene schildert dann die Wahrnehmung, daß „die Zeit stehen zu bleiben scheint“. Der Weg dorthin führt von der Konzentration auf bestimmte Objekte (Körperempfindungen, Atmung) zur Beobachtung gefühlsmäßiger Erfahrungen (Gedanken, Erinnerungen, Bilder) oder von Handlungen und Tätigkeiten. Neben dem „Flow“ (der vollkommenen Absorption durch fokussierte Aufmerksamkeit) tritt durch das im Rahmen der Meditation hervorgebrachte „rezeptive Bewußtsein“ (die Ausweitung der Aufmerksamkeit auf alle im Moment wahrnehmbaren Erfahrungen) ein Zustand völlig entspannter Wachheit ein, ein Zustand der bei den „großen Erfolgreichen“ häufig zu beobachten ist. Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß durch Konzentration und rezeptives Bewußtsein Zustände von Flow und entspannter Wachheit entstehen, die äußerst hilfreich für erfolgsorientierte Menschen sind.

_spacer

Meditieren benötigt Zeit. In meinem Alltag ist keine „Luft“ im Terminkalender, die es erlauben könnte, diese Zeit zusätzlich aufzubringen.

Wer hat schon Zeit übrig ? Wenn wir Meditation regelmäßig üben, dann wird sich zwangsläufig die Lebensqualität verbessern und etwas mehr Zufriedenheit entstehen. Das läßt sich intellektuell nicht begreifen. Nur persönliche Erfahrung schafft hier Überzeugungen. Eindeutige Erfahrungsberichte ernstzunehmender Menschen können die Start-Motivation fördern. Aber wieviel Zeit wird benötigt ? Ich gehe davon aus, daß 5 bis 10 Minuten täglich schon ausreichen, positive Erfahrungen zu sammeln. Irgendwann werden Sie die Kraft für diese Investition aufbringen können, … etwa zwei Wochen lang jeden Tag 10 Minuten zu üben. Dann wird es sich zeigen, ob im Rahmen einer Aufwand-Nutzen-Abwägung die Entscheidung, fortan regelmäßig zu meditieren, zugunsten der Meditation ausfällt. Im Laufe der Zeit werden Sie ohnehin häufiger informell meditieren, also unter Alltagsbedingungen Ihre augenblicklichen Erfahrungen zum Meditationsobjekt machen. Das geht während der U-Bahnfahrt zur Arbeit, etc. …

_spacer

Kann Spiritualität meinen Schmerz beeinflussen?

Nicht unmittelbar. Spiritualität kann mich aber für Strategien sensibilisieren, die leidreduzierend sind. Dazu ist es aber notwendig, spiituelle Überlegungen auf eine schmerzbezogene Matrix zu übertragen. Beispiel: Wenn ich Punkt 1 aus Buddhas 8-Punkteprogramm (realistisch sein) allgemein anwende, so ist das geignet, meine Lebensqualität zu verbessern, schmerzbezogen hilft mir das aber erst, wenn ich mir gewahr werde, mit welchen Realitäten ich es bei meiner Erkrankung zu tun habe (z.B., daß Verschleiß der Wirbelsäule unabänderlich ist), daß das Nichrealisieren schmerzverstärkend ist. Vergleichbares gilt auch für die Meditation. Sie ist nicht schmerzlindernd, kann sogar bei starrem Festhalten an spirituelle Gepflogenheiten (Lotossitz) schmerzauslösend, schmeraufrechterhaltend und schmerzverstärkend wirksm sein. Erst wenn eine schmerzbezogene Einsichtsmeditation durchgeführt wird, ist diese Maßnahme geeignet, lindernd zu wirken.

_spacer

Akuter Schmerz kann chronisch werden. Ist auch der umgekehrte Weg denkbar?

Das ist unwahrscheinlich, aber nicht gänzlich ausgeschlossen. Wie wir im Kapitel „Chronischer Schmerz“ erfuhren, sind neuroplastische Veränderungen im zentralen Nervensystem und ungünstige Geisteszustände (beide als Ergebnis von Lernvorgängen) für die Chronifizierung verantwortlich. Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem das „Rück-Umlernen“ stattfindet, sind in der Regel Jahrzehnte vergangen.

Chronischer Schmerz ist nicht heilbar, aber in der Regel gut behandelbar, so gut behandelbar, daß ein nahezu unbeeinträchtigtes Leben resultieren kann. Das ist aber, man kann es nicht genügend betonen, vom eigenen Einsatz abhängig,- nicht von der Beschaffenheit der Medizin oder vom Therapeuten. Die Besserung ist hauptsächlich eine Angelegenheit, die von innen heraus geschieht und nicht external vermittelt wird. Therapeuten können nur unterstützen, Wege aufzeigen: gehen muß der Patient selbst.

_spacer

Sie reden immer von Spiritualität. Warum nicht von Religion?

Spiritualität  bedeutet im weitesten Sinne Geistigkeit. Sie kann eine Haltung beschreiben, die auf Geistiges aller Art oder im engeren Sinn auf Geistliches in spezifisch religiösen Sinn ausgerichtete ist. Spiritualität im spezifisch religiösen Sinn steht dann auch immer für die Vorstellung einer geistigen Verbindung zum Transzendenten, dem Jenseits oder der Unendlichkeit.

Viele Menschen geben im Laufe ihres Lebens ihren Glauben auf, bleiben aber spirituellen Fragestellungen verbunden. Gründe dafür sind in den archaischen Strukturen zu suchen, die sich zu wenig um die Vermittlung direkter spiritueller Erfahrung kümmern und im Laufe der Jahrhunderte unbeweglich, rigide, kompromisslos, intolerant wurden und sich weiter und weiter vom Suchenden entfernten.

Für Menschen, die in dieser Weise von den Religionen vergrault und davon abgehalten werden, den Sinn ihres Lebens zu erforschen und eine Transformation zu erreichen, bleibt manchmal kein anderer Weg als sich selbst breitgefächert fortzubilden und zu meditieren, um eine direkte spirituelle Erfahrung zu machen, die nicht mit Religion zu tun hat.

_spacer

Wie sind die Rahmenbedingungen: Was kostet ein ABST-Kurs? Übernehmen die Kassen einen Anteil?

Je nach Anbieter liegen die ABST-Kurskosten zwischen 112,50 € und 250,- € pro Teilnehmer und Kurs incl. Kursmanual und Übungs-CD. In der Lüneburger Praxis Dr. Tamme berechnet sich der Kurspreis nach einem kalkulierten Preis von 15 € pro Stunde, was bei einer Kursdauer von 7,5 Std. (6 x 75 min) einen Kurspreis von 112,50 € ausmacht. Manual- und CD-Kosten trägt wie erwähnt der Veranstalter. ABST-Kurse können authentisch nur nach einer Phase eingehender Selbsterfahrung vermittelt werden.

ABST gehört nicht zum kassenärztlichen  Versorgungsumfang. Die Kassen beteiligen sich generell nicht an derartigen Kosten. Der Teilnehmer erhält zwar eine Quittung über die Kursgebühr, darüber hinaus stellen wir aber keine Bescheinigungen oder Atteste aus und unterstützen auch keine Kostenübernahmeanträge, da der Verwaltungsaufwand erheblich wäre und basierend auf einer über 22-jährigen kassenärztlichen Tätigkeit nicht von einem Erfolg derartiger Bemühungen auszugehen ist. Hintergrund dieser Handhabung ist, daß auch der Kursleiter mit seinen psychischen Ressourcen haushalten muß.

Pünktlichkeit und Korrektheit werden von beiden Seiten als Grundvoraussetzung angesehen. Kursteilnehmer verpflichten sich zur Einhaltung einiger ethischer Grundregeln, die schriftlich niedergelegt sind und vor Kursbeginn gegengezeichnet werden. Zur Vorablektüre klicken Sie bitte auf       mehr …

Hierzu gehört auch, daß nach Ende der Kurseinheit keine Einzelberatungen stattfinden. Diese sind den ärztlichen und psychotherapeutischen Sprechstunden vorbehalten.

_spacer

Gibt es Patienten, die Sie nicht in einen Kurs für ABST aufnehmen würden und was für Optionen gibt es für diese Menschen?

Ja. Menschen mit Psychosen, Impulsstörungen und schwerwiegenden Persönlichkeitsstörungen könnten in den Trancesequenzen der Therapie, wenn also beispielsweise Ruhe induziert wird, eine bedrohliche Nähe zu unbewußten Inhalten verspüren. Das könnte zu Übererregtheit führen, die sich auch anderen Teilnehmern vermittelt. Deshalb schlagen wir dann gern Einzelsettings vor.

Es können auch Probleme auf der Ebene sprachlicher Kommunikationsfähigkeit, beispielsweise bei Migranten oder Älteren, begrenzend wirken. Dann muß der Therapeut überlegen, ob der Patient ausreichend profitieren kann. Hilfreich ist die Überlegung, dass ABST ja kein „reines“ Verfahren ist, sondern Anleihen nimmt bei anderen Psychotherapieformen: der Psychoedukation, der Hypnotherapie, der Gestalttherapie, den humanistischen Verfahren, der kognitiv-behavioralen Therapie. Nicht immer werden unsere Patienten von all diesen Ansätzen in gleicher Weise profitieren können, sehr wohl aber von einigen. Das muß im Vorbereitungsgespräch angesprochen werden. Wenn der Patient nach dieser Information die Aufnahme in den Kurs wünscht, so steht dem nichts entgegen.

Es gibt auch andere, sog. niederschwellige psychotherapeutische Angebote in unserer Praxis: Märchentherapie, psychofunktionelle Ergotherapie, intuitives Malen, Entspannungskurse.