Eine der unangenehmsten Eigenschaften unseres Geistes ist die Tatsache, daß ihm so schnell langweilig wird, daß er ständig auf der Suche nach Abwechslung ist. Er neigt dazu, sich aus dem gegenwärtigen Moment zu entfernen und sich Dingen zuzuwenden, die in irgendeiner Form attraktiv erscheinen: aversiv oder anhaftend,- auf alle Fälle problematisch. Das Attraktive des Augenblickes entgeht uns dabei. Und in das, was wir dann betrachten, verwickeln wir uns schnell.
Problem Nr. 1 unseres Geistes:
Langeweile
Entfernung aus dem Augenblick
Zuwendung zu scheinbar attraktiveren Objekten
Verwicklung in Objekt-assoziierte Gedanken
Bei Anwendung von Achtsamkeit wird man dieses Problems unmittelbar gewahr und über den Prozeß des Loslassens kommt es zur Aufgabe der Verwicklungen.
Bei richtigem und engagiertem Umgang mit Achtsamkeit kann sie eine tief transformierende Wirkung auf unser tägliches Leben haben und uns in die Lage versetzen, sogar außergewöhnliche Härten zu ertragen. Kommt Ihnen die Liste bekannt vor?
Das Leben wird "entschleunigt"
Freundlichkeit zu uns selbst und anderen, verbesserte Beziehungen
Stärkung der Selbstverantwortlichkeit
Gewinnen von Einsichten über Lebensmuster, die Stress verursachen
Entspannung als Nebenprodukt
Gelassenheit in Stress-Situationen
Krieführung aufgeben, stattdessen Verlassens des Schlachtfeldes
Intensivierung des Lebens
Innerer Frieden (Stille/Zufriedenheit vs. Zerstreutsein/Unzufriedenheit)
Stärkung der Konzentrationsfähigkeit
Minderung von Angst, Depression und Stress
Minderung von Grübelneigung (Verwickeltsein in emotionen)
Verbesserung von Selbsterkenntnis und Selbstakzeptanz
Mehr Freude, Liebe, Spontaneität, Empathiefähigkeit
Einblicke in spirituelle Dimensionen
Die Achtsamkeitsbasierte Schmerztherapie (ABST) nach Dr. Peter Tamme kann unabhängig vom spirituellen oder medizinische-psychologischen Kontext Hilfe im Alltag bieten, sofern bei der Einübung die Operationalisierung des Achtsamkeitsbegriffes zugrunde gelegt wird.